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Achtung Umsatzsteuer: Diese Angaben sollten auf Ihren Rechnungen nicht fehlen

57876aaec3Für den Gastronomen und Hotelier gehört das Schreiben von Rechnungen zum alltäglichen Geschäft. Bereits im Jahr 2013 gab es einige Neuerungen für die umsatzsteuerliche Rechnungsstellung. Wir haben für Sie noch einmal zusammengestellt, welche Angaben eine Rechnung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes (§ 14 UStG) enthalten muss:

  1. den vollständigen Namen sowie die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers
  2. die Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des leistenden Unternehmens
  3. das Ausstellungsdatum
  4. eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsausteller einmalig vergeben wird (Rechnungsnummer)
  5. die Menge und die Art (handelsübliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung
  6. den Zeitpunkt der Lieferung oder der sonstigen Leistung; in den Fällen des Absatzes 5 Satz 1 den Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts oder eines Teils des Entgelts, sofern der Zeitpunkt der Vereinnahmung feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung übereinstimmt
  7. das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung (§ 10) sowie jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, falls sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist
  8. den anzuwendenden Steuersatz und den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt
  9. in den Fällen des § 14b Abs. 1 Satz 5 einen Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht

    Hinzu kommen!

  10. bei Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers muss durch den Zusatz „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ darauf hingewiesen werden. Grenzüberschreitend ist zusätzlich die Kennzeichnung „Reverse-Charge“ zu empfehlen.
  11. bei der Besteuerung von Reiseleistungen muss die Rechnung die Aussage „Sonderregelung für Reisebüros“ enthalten
  12. Soweit über Gegenstände abgerechnet wird, die der Differenzbesteuerung unterliegen, muss die Rechnung die Angaben „Gebrauchsgegenstände/Sonderregelung“, „Kunstgegenstände/Sonderregelung“ oder „Sammelstücke und Antiquitäten/Sonderregelung“ enthalten
  13. Bei Gutschriften ist in den Fällen der Ausstellung der Rechnung durch den Leistungsempfänger oder durch einen von ihm beauftragten Dritten gemäß Absatz 2 Satz 2 die Angabe „Gutschrift“ zu ergänzen

Beispiel-Rechnung:

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Beachten Sie:
Es bietet sich an, bei Abrechnungen über Entgeltminderungen nicht mehr das Wort „Gutschrift“ zu benutzen, sondern stattdessen das Wort „Rechnungskorrektur“ oder „Korrekturbeleg“.